Eine Friedensnobelpreisträgerin «up in arms»

Ein rotes Tuch für Diktatoren, ein Vorbild für Millionen Menschen: Die Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai hat ein Leben lang in Afrika für Umweltschutz und Menschenrechte gekämpft – und dabei weder den Humor noch die Hoffnung verloren. Eine Begegnung mit einer Kämpferin.

maathai_7252f6fa48Die Professorin für Biologie an der Universität Nairobi gründete Mitte der 70er-Jahre gemeinsam mit anderen Frauen das «Green Belt Movement», die «Grün-Gürtel-Bewegung»: Mit der Verteilung von Baum-Setzlingen versuchte sie, die Probleme im ländlichen Kenia zu bekämpfen: Lebensmittel- und Brennholzknappheit, Wassermangel und Rivalitäten aufgrund fehlender oder mangelnder Ressourcen. Die Bewegung entwickelte sich trotz Rückschlägen rasant und ist heute in weiten Teilen Afrikas bekannt: Rund 40 Millionen Bäume wurden in den vergangenen 30 Jahren dank dem «Green Belt Movement» gepflanzt.
Maathais Organisation war jedoch schon in den frühen Jahren weit mehr als eine Umweltbewegung: Mit ihrem Einsatz für Meinungsfreiheit und Demokratie war sie eine unerschrockene Herausfordererin für den kenianischen Diktator Daniel arap Moi. Mehr als einmal wurde die Kämpferin für Umweltschutz und Menschenrechte deshalb von Schergen des Regimes zusammengeschlagen und verhaftet.
Maathais Engagement fand jedoch schon bald weltweit Resonanz. Die Professorin ist Trägerin zahlreicher Auszeichnungen, darunter auch die prestigeträchtigste überhaupt: 2004 wurde Wangari Maathai mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
Stiller ist sie dadurch nicht geworden, im Gegenteil. Sie habe «immer noch ständig Probleme», erzählt sie und amüsiert sich köstlich darüber: «Wenn die Regierung Bestimmungen erlässt, die für die Umwelt schädlich sind, dann sind wir “up in arms” – natürlich nicht im wörtlichen Sinn!».

Lesen Sie dazu das Interview mit der Friedensnobelpreisträgerin in BeobachterNatur 3/09.

Webseite des Green Belt Movement


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