Gebäudeausweis: Zu früh gefreut

Das Bundesamt für Energie verbilligt 15’000 Energieausweise für Gebäude. Viele Hausbesitzer haben sich jedoch zu früh gefreut: Im letzten Moment wurden die Spielregeln geändert.

Was die Energieetikett für Kühlschränke oder Autos ist, soll der Gebäudeenergieausweis der Kantone (Geak) für Häuser werden. Auf einer Skala von A («sehr energieeffizient») bis G («wenig energieeffizient») zeigt der Ausweis auf, was Gebäudehülle und die gesamte Energieversorgung des Hauses leisten.

Verantwortlich für die Einführung des Geak sind die Kantone. Sie bestimmen, ob und wann der Ausweis für Hausbesitzer obligatorisch wird. Um die Einführung des Geak zu fördern, hat das Bundesamt für Energie (BFE) bereits im Mai eine einmalige Aktion angekündigt: Die ersten 15’000 Hausbesitzer, so versprach das BFE in einem «Extrablatt für Hausbesitzer», sollten in den Genuss einer Vergünstigung kommen: Für bloss 200 Franken statt 1200 würden sie einen Gebäudeenergieausweis samt Sanierungsberatung durch einen Experten erhalten. Die 1000 Franken Differenz bezahle der Bund.

Wenige Tage vor dem Start der Aktion am 3. August müssen nun aber zahlreiche Hausbesitzer zur Kenntnis nehmen, dass das grosszügige Angebot nicht für alle gilt.

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