Ernst Ulrich von Weizsäcker: «Nur Spinner klagen über das Ende der Zivilisation»

Von Thomas Angeli
BeobachterNatur 2/09

Das Übel hat einen Namen: billiges Erdöl. Darum fordert der Naturwissenschaftler und Autor Ernst Ulrich von Weizsäcker die Staaten auf, Energie schrittweise zu verteuern – und fahrenden Festungen, Helikoptertourismus und ähnlichen Zivilisationserscheinungen ein Ende zu setzen.

BeobachterNatur: Vor 15 Jahren forderten Sie eine Verschrottungsprämie für alte Autos. Nun gibt es diese in Deutschland und sie ist ein voller Erfolg. Sind Sie zufrieden?

Ernst Ulrich von Weizsäcker: Auch neue Autos sind leider alles andere als ökologisch. Auf die Dauer werden nur mit erneuerbaren Energien angetriebene Höchsteffizienzautos, kombiniert mit effizienten Massenverkehrsmitteln, wie man sie beispielsweise in Japan kennt, etwas bringen. Die heutige Dinosaurier-Technologie beim motorisierten Individualverkehr hat ausgedient. Das sieht man ja auch an der gegenwärtigen Wirtschaftskrise. Schliesslich gehören grosse Autos und billiges Erdöl zu den wichtigen Ursachen für den Ausbruch der Krise.

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